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“Zen ist Fühlen – reine, unverfälschte Wahrnehmung.

Wir werden als fühlende Wesen geboren, jedoch überlagern unsere im Laufe der Zeit entwickelten Gewohnheiten diese Fähigkeit.

Fühlen ist nichts, was zum Gewohnten noch hinzukommt, sondern das Beseitigen all dessen, was nicht Fühlen ist.

Fühlen als solches ist sehr heilsam. Alle Probleme, Schwierigkeiten und Konflikte lösen sich im reinen, klaren Strahlen eines Augenblicks des Fühlens auf.

Fühlen ist einfach so. Kein Bewerten, kein Analysieren.”

– Dae Gak

 

“Ein Koan ist kein chinesisches Rätsel, sondern eine Frage von Leben und Tod, von unserem eigenen spirituellen Leben und Tod. An einem Koan zu arbeiten heißt, an uns selbst zu arbeiten, und das erste, was wir tun müssen, ist, es uns zu eigen zu machen.

Das Koan muss in irgendeiner Weise unsere eigene Qual, unser eigenes tiefes Dilemma freilegen. Tut es das nicht … wird es niemals unser Herz und unseren Geist berühren können und wird daher niemals sein Geheimnis preisgeben.”

– Albert Low, aus: Wo bist du, wenn ein Vogel singt?

“Wie ist es, wenn man das Tao spürt? Es ist ein müheloses Fließen, ein mitreißender Schwung. Es gleicht dem Gesang eines Vogels, der sich über eine weite Landschaft erhebt und ausbreitet. Du kannst das in deinem Leben spüren: die Ereignisse werden in perfektem Schwung und prächtigem Rhythmus ablaufen. Du wirst in einen Zustand so vollkommener Gnade eintreten, dass es in dir über der Landschaft der Wirklichkeit wie ein flüchtiges Vogellied klingt.

Wenn sich dir das Tao auf solche Weise offenbart, dann folge seinem Fluß, so gut du kannst. Störe es nicht, halte es nicht an. Versuche nicht, es zu steuern! Laß es fließen und folge ihm!”

– Deng Ming Dao, der taoistischen Weise von Huashan