Die taoistische Sicht der Dinge erschließt sich, wenn man die die Abläufe in der Natur beobachtet und sich dabei als nicht getrennt von dem Beobachteten erfährt.

Auf diese Weise gelingt es, das Leben als ein Ganzes zu betrachten, in dem nichts voneinander getrennt und vielmehr alles miteinander verbunden ist – sämtliche Begebenheiten, Dinge, Menschen, Umstände, stehen in wechselwirkender Beziehung zueinander und wirken zusammen.

Die alten Taoisten Chinas haben ihr Wissen um das Tao durch kontemplatives Beobachten und intuitives Verständnis der Vorgänge in der Natur gewonnen; dabei haben sich die folgenden Prinzipien herauskristallisiert, die verdeutlichen, wie sich die Weisheit des Tao für ein erfolgreiches und erfülltes Leben anwenden läßt:

1. Einheit

Das Tao ist der Urgrund des Seins, dem alles entspringt und zu dem alles wieder zurückkehrt.

Zugleich ist das Tao auch das Wie, die Wirkweise des Lebens und aller Zusammenhänge.

 

2. Dynamisches Gleichgewicht

Alles in der Welt hat zwei Seiten, die einander nicht in Opposition entgegenstehen, sondern harmonisch ergänzen.

Es gibt in der Natur zwei grundlegende Gegensätze, die im Taoismus als Yin und Yang symbolisiert werden.

Diese Gegensätze führen sich selbst immer wieder zum Ausgleich, und durch diese Bewegung entsteht Leben.

 

3. Zyklisches Wachstum

Die zwei Baispolaritäten (Yin und Yang) wirken nicht nur einander ausgleichend, sondern ergänzen sich ebenso in einem immer wiederkehrendem Kreislauf.

Diese zyklischen Vorgänge lassen überall in der Natur sich beobachten.

 

4. Handeln im Einklang

Beispiele der verschiedenen Polaritäten sind

– überwältigen/nachgeben,
– kämpfen/zurückweichen,
– geben/nehmen, usw.

 

Diese Polaritäten sind aber nur scheinbar entgegengesetzt und werden aber tatsächlich durch die zyklischen Vorgänge in der Natur ausgeglichen und wirken zusammen.

Auf diese Weise läßt sich das eine durch das andere hervorbringen.

 

 

Meisterschaft im Leben bedeutet, dass Sie sich wohlfühlen, glücklich sind und das Leben entspannt genießen – und die Dinge tun, die Ihnen wirklich am Herzen liegen.


Wissen Sie noch, wie das war?

Es gab eine Zeit in Ihrem Leben, in der Sie völlig fasziniert waren angesichts der unendlichen Fülle an Möglichkeiten, die das Leben Ihnen bot. Alles war neu, es gab so viel zu entdecken, so viel zu erforschen. Alles wurde genau untersucht, das Staunen nahm kein Ende. Lebensfreude pur! Können Sie sich noch daran erinnern? Es ist vielleicht schon sehr lange her. Doch sehen Sie sich nur um, wenn Sie spielende Kinder sehen, die mit Ihrer schier unerschöpflichen Energie und Entdeckerfreude Ihnen vormachen, worum es im Leben wirklich geht. Kinder sind die wahren Meister im Leben!

Und Sie können das auch! Sie haben bloß vergessen, wie es geht. Sie waren nämlich einmal genau so. Und Sie können es wieder. Sie können spontan kreativ sein und voller Begeisterung leben. Sie können in jedem Augenblick tun und lassen, was Sie wollen – Sie können lachen, singen, tanzen, ein Bild malen, Sie können traurig sein, Sie können auf- und abspringen, Sie können sich hinlegen und schlafen oder einem Freund einen Brief schreiben. Sie können in diesem Augenblick alles tun, was Sie möchten, es hängt nur von Ihnen ab. Sie müssen bloß wissen, dass Sie diese Freiheit haben; das Dumme ist, Sie haben sich ausgetrickst und dazu gebracht, zu glauben, dass es nicht so ist.

Zenpower möchte Ihnen dabei behilflich sein, sich daran zu erinnern, dass Sie in jedem Augenblick das Leben genießen können – wann immer Sie sich dazu entscheiden.

Fragen zur Integration:

• Was wollte ich schon immer gerne einmal tun, habe es aber aus verschiedenen Gründen nicht getan?

• Welche Gründe habe ich, die mich davon abhalten, das zu tun, was ich gerne tun will?

• Wie trenne ich mich selbst von meiner Lebendigkeit ab?

• Was hindert mich daran, meine Spontaneität, Begeisterung, Kreativität und Lebensfreude zum Ausdruck zu bringen?

• Was werde ich heute – trotz meiner ‚guten Gründe‘ – unternehmen, das ich schon immer einmal machen wollte?

• Was werde ich ab heute tun, um meine Begrenzungen angemessen zu handhaben?

• Wie hole ich mehr von dem in mein Leben, das mich glücklich und zufrieden macht?

 

Oder: weshalb Zitronen keine Orangen sind.

Manchmal könnte man meinen, das Leben sei eine einzige Katastrophe – und wenn Sie das angesichts Ihrer aktuellen Lebensumstände von sich auch behaupten können, dann heiße ich Sie herzlich willkommen im Club!

Doch das ist kein Grund zum Verzweifeln, ganz im Gegenteil. Das Leben ist ganz einfach das, was es ist; mal geht es bergauf, dann wieder bergab, hoch und runter, das ist völlig normal. An den Umständen können wir (zunächst) nicht sehr viel ändern, sehr wohl aber an unserer inneren Haltung, mit der wir den jeweiligen Umständen begegnen.

Was für den einen Menschen hochdramatisch ist und ihn in eine wochenlange Depression stürzt, läßt einen anderen völlig gelassen und ringt ihm gerade mal einen müden Augenaufschlag ab. Es liegt ganz an uns, wie wir die Dinge sehen, und wie wir die Dinge sehen, so erleben wir sie auch.

Vor einigen Jahren kam ich in Kontakt mit einem klugen Spruch, der Gelassenheit und Zuversicht verhieß:

„Wenn das Leben Dir Zitronen beschert, dann mach´dir eine Limonade daraus.“

Klasse Idee, oder? Also fing ich an, die Dinge unter dem Aspekt zu sehen, dass ich allem eine positive Bedeutung geben muß, und schon wird´s schön im Leben. Nun, das ist leider nur der erste Teil der Wahrheit, die dieser Spruch in sich birgt. Denn um mir eine leckere Limonade zu bereiten, muß ich die Zitronen erst einmal als solche anerkennen. D.h., ich muß meinen gegenwärtigen Lebensumständen erst mal ins Gesicht schauen und sie akzeptieren, bevor ich sie verändern kann. Sie einfach nur anders betrachten, funktioniert nur dann, wenn ich den ursprünglichen Zustand akzeptiere! Das ist einer der Hauptgründe, weshalb positives Denken und die Arbeit mit Affirmationen nicht wirklich funktionieren (wenn sie auch manchmal über das Gröbste hinweg helfen).

In den vielen, in den letzten Jahren populär gewordenen Tjakaa- und Yahoo-Motivationsseminaren wird gar keine Zitronen-Limonade mehr gepanscht – wenn mir dort Zitronen über den Weg laufen, dann beachte ich die nicht weiter. Ich will mich doch nicht an die Umstände anpassen – wenn das Leben mir Zitronen beschert und ich aber Orangen will, dann pfeif´ ich was auf die Zitronen und hol´ mir meine Orangen. Ich lebe doch schließlich selbstbestimmt!

Leider funktioniert auch das nicht wirklich, denn wenn Zitronen da sind, dann sind Zitronen da. Und keine Orangen. Punkt!

Kürzlich stieß ich auf einen weiteren schlauen Spruch, der es mir wirklich angetan hat:

Before you think big, you better think real.

Diese Aussage stammt von dem tibetischen Meditationsmeister Chögyam Trungpa, und ich finde sie wirklich genial.

Bevor ich anfangen kann, das Leben zu leben, von dem ich träume, bevor ich anfangen kann, meine Visonen vom Leben zu verwirklichen – bevor ich damit beginnen kann, einen Unterschied zu machen -, muß ich erst einmal meine gegenwärtigen Lebensumstände untersuchen und genau betrachten.

Tue ich das nicht, dann lüge ich mir fortgesetzt in die eigene Tasche, denn das, was da ist, ist nun einmal da. Und erst, wenn ich es erkenne und anerkenne, kann ich es verändern oder beseitigen, damit es auf meinem Weg nicht als Hindernis auftaucht.

Daher lassen sie Ihre alltäglichen Zitronen und Katastrophen einfach da sein, erkennen sie sie an – und gehen sie weiter in die Richtung, die Sie bevorzugen …

 

 

Das Leben ist ein Geschenk – Sie müssen es nur auspacken.

Manchmal kann es sein, dass das Geschenk nicht gleich zu erkennen ist, weil es unter dicken und festen Schichten von Geschenkpapier eingepackt ist; zudem ist es fest verschnürt, und es sind erst einmal einige Knoten zu lösen.

WORTE EINES MEISTERS

Es gibt einen Menschen, vor dem ich einen sehr, sehr großen Respekt habe; dieser Mensch hat ein Vierteljahrhundert in einem Gefängnis zugebracht, und nachdem er entlassen wurde, hat er seine Gefängniswärter umarmt. Kurz darauf wurde er zum Staatspräsidenten von Südafrika gewählt.

In seiner Antrittsrede sprach Nelson Mandela unter anderem die folgenden Worte, die als Zitat berühmt geworden sind:

„Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir der Sache nicht gewachsen sind. Unsere tiefste Angst ist, daß wir unermeßlich mächtig sind. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: ,Wer bin ich denn, daß ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?’

Wer bist Du denn, daß Du das nicht sein darfst?

Du bist ein Kind Gottes. Wenn Du Dich klein machst, dient das nicht der Welt. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn Du Dich einkringelst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen brauchen.

Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns – sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewußt den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.“

(Das Zitat stammt im Original von Marianne Williamson aus Ihrem Buch Rückkehr zur Liebe)

Aufwachen

Vision

Wir wollen uns wohlfühlen, glücklich sein und das Leben entspannt genießen. Und die Dinge tun, die uns wirklich am Herzen liegen.

Realität

Doch die meisten Menschen sind nicht wirklich glücklich. Sie stehen morgens auf und begeben sich auf´s Neue in einen Kampf, den sie Leben nennen. Sie rennen Preisen und Prämien hinterher, die sie glücklich machen sollen – immer höher, schneller, weiter. Dabei müßten sie nur einmal stehenbleiben, innehalten und dem Augenblick ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken … und aufwachen.

Zeit zum Aufwachen

Weshalb stehen Sie jeden Morgen auf?

Ist es wegen Ihrer Arbeit?

Oder weil Sie Ihre Sehnsucht, Ihren Traum vom Leben erfüllen wollen?

Oder ist es der verfluchte Wecker?

Ist es die Chance, einen Unterschied zu machen – in Ihrem Job, Ihrer Familie, Ihrer Gemeinschaft, und vielleicht sogar in der Welt, in der Sie leben -, ganz gleich, wie groß oder wie klein er auch sein mag?

Ihre Antwort kann Ihr Leben verändern! Es kann ebenso das Leben der Menschen verändern, die mit Ihnen leben.

Was ist Ihre Antwort?

Möchten Sie das tun, was alle tun – und auch nur das bekommen, was alle bekommen?

Oder möchten Sie in Ihrem Leben einen Unterschied machen?

Mit welcher Absicht leben Sie Ihr Leben?

Absichtsvoll leben

Mit Absicht leben bedeutet, dem Leben Würde, Sinn und Zweck zu verleihen.

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen gab und gibt es Menschen, die ihr Leben Zenpower – die Kraft des Jetzt. Lebenskunst mit Herz und Verstand. Ein Weg zu mehr Achtsamkeit, Gelassenheit und Lebensfreude. selbstbestimmt und absichtsvoll meistern, Menschen, die den Kampf gegen sich aufgegeben haben. Sie haben ihr inneres Potenzial entdeckt und für sich genutzt. Sie wußten ganz genau, was sie wollten und wie sie es mühelos erreichen – sie waren Meister ihres Lebens!

Diese Menschen haben ihre authentischen Antworten auf die wesentlichen Fragen des Lebens gefunden:

Wer bin ich, und wie will ich leben?

Wer will ich sein, und was will ich tun?

Sie haben ein unglaubliches Potenzial – sind Sie sich dessen bewusst? Sie sind absolut einzigartig auf diesem Planeten; es gibt kein zweites Wesen, dass genau die Fähigkeiten und Talente, die Sie haben!

Und doch haben Sie es irgendwann in Ihrem Leben vorgezogen, andere nachzuahmen, weil Ihr Bewussstein von Ihrer Einzigartigkeit zunehmend verblasst ist. Mal ganz ehrlich – wie fühlt es sich an, in den Schuhen eines anderen zu laufen? Sind die wirklich bequem? Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie bemerken, dass die Schuhe der anderen Ihnen nicht wirklich passen. Sie müssen sich Ihre eigenen Schuhe anziehen! Auch wenn diese am Anfang vielleicht ein wenig drücken. Gute Schuhe müssen erst eine Zeit lang eingelaufen werden. Und wenn Sie erst mal richtig gut eingelaufen sind, werden Sie sie um keinen Preis der Welt mehr hergeben wollen. Es sind Ihre Schuhe. Es ist Ihr Leben!

Lebendigkeit

Kommen Sie wieder in Kontakt mit sich selbst und Ihrer ursprünglichen Lebendigkeit, und machen Sie jeden Augenblick zum besten Ihres Lebens!


Fragen zur Integration:

Was will ich in meinem Leben erreichen, und wie kann ich mein volles Potenzial verwirklichen?

Was kann ich heute dafür tun, um meinen wichtigen Zielen näher zu kommen?

Wie richte ich meine Aufmerksamkeit und meine Energie auf meine Vision, meinen Lebenszweck, aus?

Ein Tag wie jeder andere …

Stellen Sie sich vor, Sie liegen abends in Ihrem Bett und blicken unzufrieden auf den Tag zurück:Nachdem der Wecker Sie zum dritten Mal daran erinnert hat, dass es nun aber endlich Zeit zum Aufstehen ist, quälen Sie sich aus den Federn, obwohl Sie doch viel lieber noch eine weitere halbe Stunde liegengeblieben wären. In aller Eile geduscht, angezogen und eine Tasse Kaffee ´runter gestürzt und schnell an die Arbeit. Und wieder dieser endlose Berufsverkehr! Stress, Hektik und Termine Tag begleiten Sie den ganzen Tag – nicht genügend Zeit, alles zu erledigen und kaum Pausen. Endlich Feierabend! Schnell ins Auto und nichts wie heim. Feierabendverkehr – warum kriechen die bloß alle so langsam? Genervt kommen Sie daheim an und können auch hier nicht so richtig abschalten, so vieles ist noch zu erledigen. Viel zu spät fallen Sie ins Bett und kommen auch jetzt nicht so richtig zur Ruhe.Und dann fangen Sie an, zu träumen von einem Tag, der in aller Ruhe beginnt …

… der Wecker klingelt, und Sie können es kaum abwarten, voller Vorfreude auf diesen Tag aus dem Bett zu springen. Ein paar leichte Bewegungsübungen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Sie stehen eine Weile am offenen Fenster und lauschen dem Gesang der Vögel, die fröhlich den Tag begrüßen. Unter der Dusche genießen Sie jeden einzelnen Wasserstrahl und frühstücken anschließend in aller Ruhe. Entspannt fahren Sie an die Arbeit, und diese Gefühl der heiteren Gelassenheit begleitet Sie durch Ihren Arbeitstag. Zwischendurch nehmen Sie sich immer wieder mal einen kurzen Augenblick Zeit, um zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Feierabend – Sie lassen die Arbeit dort, wo sie hingehört und schalten einfach ab. Sie freuen sich darauf, heim zu kommen, genießen entspannt die Fahrt nach hause und anschließend den Feierabend. Zufrieden und erfüllt blicken Sie auf diesen wunderbaren Tag zurück und freuen sich auf morgen …

Möchten Sie, dass dieser Traum für Sie Wirklichkeit wird?

Dann haben Sie vielleicht Lust, die folgenden Tipps als Anregungen zu nehmen, sich Ihren Alltag bewusst und entspannt zu gestalten:

Aufstehen: Strecken und dehnen Sie sich im Bett wie eine junge Katze. Atmen Sie ein paar Mal kräftig ein und aus und freuen Sie sich auf den Tag. Nehmen Sie sich ein paar Augenblicke Zeit und lauschen Sie am offenen Fenster den Geräuschen am frühen Morgen. Genießen Sie das Duschen und frühstücken Sie in aller Ruhe.

Zwischendurch: Nehmen Sie sich tagsüber immer wieder mal Zeit und lassen sich, im Sitzen oder im Stehen, mit der Ein- und Ausatmung von Energie durchströmen. Stellen Sie sich mit geschlossenen Augen vor, dass Sie Licht und Energie einatmen und unangenehme Gefühle ausatmen.

Bei der Arbeit: Beobachten Sie alles, was Sie tun, mit entspannter Atmung, ohne es in irgendeiner Weise zu bewerten oder zu kritisieren.

Stop!: Erinnern Sie sich mehrmals am Tag daran, mitten in einer Bewegung oder in einem Gedankengang inne zuhalten. Seien Sie für ein paar Augenblicke nur für sich da und beobachten dabei das Fließen Ihrer Atmung. Unterbrechen Sie so Ihre Alltagsroutine und schöpfen neue Energie.

Müßiggang: Genießen Sie jeden Augenblick eines bestimmten Handlungsablaufes von Anfang bis zum Ende. Oder tun Sie einfach einmal nichts. Schauen Sie aus dem Fenster, blicken Sie ins Weite oder in den Himmel und sehen Sie den Wolken zu. Oder hören Sie auf Geräusche aus Ihrer Umgebung. Einfach alles für einen Augenblick loslassen …

Schreiben: Wenn Sie etwas ärgert oder belastet, schreiben Sie es sich auf und verbrennen anschließend den Zettel.

Erinnern: Machen Sie sich bewusst, dass es nicht die Dinge an sich sind, die Stress und Ärger verursachen, sondern Ihre Einstellung den Dingen gegenüber bzw. Ihre Reaktion auf die Ereignisse. Versuchen Sie einfach einmal, etwas anders zu sehen und gelassener darauf zu reagieren.

Achtsamkeit: Seien Sie bei allem, was Sie tun, achtsam und bewusst – so wird der Alltag zu Ihrer Übung in der Gestaltung eines entspannten und bewussten Lebens.

 

 

Die folgende Atemübung stammt von dem vietnamesischen Zen-Meister und Friedensaktivisten Thich Nhat Hanh:

Ein/Aus
Um diese Übung durchzuführen, sagen Sie die Wörter des ersten Verses zu sich selbst, während Sie ein- und ausatmen. Wiederholen Sie dieses fünf- bis zehnmal, bis Sie, wie Hanh sagen würde, „gestoppt haben, still sind und ihre wahre Heimat des gegenwärtigen Augenblicks erreicht haben“. Dann gehen Sie zu dem nachfolgenden Vers, wiederholen diesen so oft, bis Sie sich reif fühlen, zum nächsten Vers überzugehen.

Wie Hanh beobachtete: „Bewusstes Ein- und Ausatmen hilft, den besten Zustand zu erreichen – Stille, Frische, Stabilität, Klarheit und Freiheit … fähig zu sein, den gegenwärtigen Augenblick als den besten Moment des Lebens anzusehen.“

1. Atme ein, ich weiß, dass ich einatme.

Atme aus, ich weiß, daß ich ausatme. Ein/Aus.

Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe.
Beim Ausatmen lächle ich.
Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment.

2. Atme ein, ich sehe mich als Blume.

Atme aus, ich fühle mich frisch. Blume/Frische.

3. Atme ein, ich sehe mich als Berg.

Atme aus, ich fühle mich kräftig. Berg/Kraft.

4. Atme ein, ich sehe mich als stilles Wasser.

Atme aus, ich reflektiere Dinge so wie sie sind. Wasser/Reflektion.

5. Atme ein, ich sehe mich als Raum.

Atme aus, ich fühle mich frei. Raum/Freiheit.

Eine weitere Atemübung, die Sie sehr schnell entspannen und in den gegenwärtigen Augenblick führen wird:

Kreisatmen
Holen Sie tief Luft und atmen Sie aus. Entspannen Sie sich jetzt und atmen Sie gleichmäßig ein und aus. Atmen Sie einen kompletten Zyklus ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Stellen Sie sich vor, Sie würden einen Kreis atmen, in dem jeder Atemzug gleichmäßig ohne Ruck oder Pause in den nächsten fließt. Nehmen Sie sich 30 Sekunden Zeit, um die Augen zu schließen und weiter so zu atmen. Achten Sie darauf, welche Auswirkungen dieses „Kreisatmen“ auf Ihren Körper und Geist hat.

 

Beruhige den Verstand
Wenn Sie einmal etwas genauer hinschauen, werden Sie feststellen, dass in Ihrem Kopf ein nahezu ununterbrochenes Gespräch abläuft; ein innerer Dialog, der bei den meisten Menschen unterhalb der Bewusstseinsschwelle abläuft und für die Aufrechterhaltung der Realität verantwortlich ist.

Dieses pausenlose Geplapper ist oftmals die Ursache für Stress und Anspannung, und ich möchte Ihnen eine kleine Übung vorschlagen, wie Sie Ihren Verstand für eine Weile beruhigen können:

Entspannen Sie bewusst Ihre Zunge

Das ist alles. Das Geplapper im Kopf ist von minimalen Zungenbewegungen begleitet, und wenn Sie Ihre Zunge bewusst entspannen, nimmt das innere Selbstgespräch fast von alleine ab.

Ein weiterer positiver Begleiteffekt ist die Entspannung des Beckenbodens, der sich bei den meisten Menschen in einem Zustand dauernder Anspannung befindet.

Experimentieren Sie ruhig ein bißchen und erforschen Sie die Zusammenhänge zwischen Zunge, Beckenboden und innerer Entspannung.

Weitere einfache Entspannungsübungen für zwischendurch:

Stress abschütteln
Stehen Sie aufrecht mit leicht gespreizten Beinen. Den ganzen Körper, insbesondere Arme und Beine, schütteln und sich so von allen Belastungen, negativen Gedanken, Ärger und Sorgen befreien. Mit kräftiger, hörbarer Ausatmung unterstützen.

90-Sekunden-Entspannung
Setzen Sie sich auf einen Stuhl, die Füße fest auf dem Boden und die Hände auseinander, mit den Handflächen nach oben auf Ihren Oberschenkeln. Atmen Sie tief ein, und während Sie ausatmen, schließen Sie die Augen und denken an die Worte „Laß los“; wiederholen Sie es innerlich. Denken Sie nur an die Worte „Laß los“. Innerhalb von 90 Sekunden werden Sie sehr entspannt sein.

Ein Bussard sein
Stehen Sie schulterbreit und beugen ausatmend den ausgestreckten Oberkörper nach vorn. Breiten Sie die Arme zu den Seiten aus, die Handflächen zeigen nach unten. Stellen Sie sich nun vor, Sie wären ein Bussard, der hoch oben am Himmel entspannt seine Kreise zieht, bewegen Sie Ihre Arme langsam hoch und runter. Wenn Sie den Impuls verspüren, einatmen zu wollen, richten Sie den Oberkörper langsam auf und atmen dabei tief ein. Ausatmend beugen Sie sich wieder vor; wiederholen Sie dies drei- bis viermal.

Schildkrötentempo
Versetzen Sie sich in eine Schildkröte. Sie bewegen sich ganz langsam. Auch Ihr Blick und Ihre Gedanken sind auf dieses Zeitlupentempo programmiert. Können Sie Veränderungen in sich und in Ihrer Beziehung zur Welt wahrnehmen?

Reise nach innen
Spüren Sie intuitiv in sich hinein, und strecken, dehnen oder bewegen Sie sich, gerade so, wie es Ihnen gefällt. Ihr Körper weiß genau, was ihm Wohlbefinden bereitet. Lassen Sie sich auf die Entdeckungsreise ein. Die Atmung fließt ungestört, ganz von selbst.

Schnellentspannung
Fäuste, Gesicht, und Po anspannen und die Zunge fest gegen den Gaumen drücken, kurz halten (bis fünf zählen) und mit einem heftigen Ausatmen alles loslassen. Dreimal wiederholen.