Ein tibetisches Sprichwort sagt: "Wenn du etwas über deine Vergangenheit wissen willst, dann schau dir deine jetzige Lebenssituation an. Wenn du etwas über deine Zukunft wissen willst, schau dir dein jetziges Verhalten an." Irgendwie einleuchtend, finden Sie nicht? Und - was machen Sie jetzt mit dieser Erkenntnis?
Haben Sie sich schon mal ernsthaft (nicht ernst, sondern ganz bewusst und absichtsvoll!) gefragt, um was es in Ihrem Leben wirklich geht?
Wir werden geboren, verbringen einige Zeit auf diesem Planeten und sterben irgendwann wieder. Und wie verbringen wir diese Zeit? Wie verbringen Sie Zeit, die Ihnen hier gegeben ist? Gehören Sie auch zu den Menschen, die so tun, als wäre dieses Leben ein Probelauf, gewissermaßen eine Art Vorbereitung auf das wirkliche Leben?
Weit gefehlt! Wir haben nur dieses eine Leben; Sie haben nur dieses eine Leben. Da ist kein zweites mehr im Kofferraum, das Sie bei der nächsten Panne hervorzaubern können!
Ja, sicher, wir wollen uns wohlfühlen, glücklich sein und unseren Spaß haben; wir wollen nicht leiden, möglichst wenig Ärger haben und uns um all das Unangenehme nicht kümmern. Augen zu und irgendwie durch
Hin und wieder jedoch ist es sehr sinnvoll, sich die Vergänglichkeit allen Lebens deutlich vor Augen zu führen - auch die Vergänglichkeit Ihres eigenen Lebens! Doch nicht, um Sie noch mehr leiden zu lassen, sondern um Ihnen deutlich zu machen, wie kostbar dieses eine Leben ist - und wie kostbar und wertvoll jeder einzelne Augenblick ist.
Und wenn Sie sich unter diesem Gesichtspunkt nun einmal Ihre gegenwärtige Lebenssituation betrachten, dann fragen Sie sich einmal, ob Sie Ihr Leben glücklich macht und erfüllt und ob Sie so weitermachen wollen wie bisher - oder ob Sie eine Entscheidung treffen wollen, einen neuen Kurs einschlagen und Ihrem Leben eine neue Ausrichtung geben wollen.
Ganz bestimmt haben Sie viele gute Gründe, alles beim alten zu belassen; und wenn Sie mal genau hinschauen, werden Sie mindestens ebenso viele, wenn nicht mehr, Gründe finden, etwas zu ändern - es ändert sich ja sowieso alles ununterbrochen. Warum also nicht mal ein kleines Risiko eingehen, ein kleines Abenteuer wagen?!
Also - kommen Sie heraus und zeigen Sie sich! Denn falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten: Sie sind einzigartig, und das, was Sie anderen zu geben haben, ist ebenso einzigartig. Und das sollte wirklich Grund genug sein, aus Ihrem Leben etwas wirklich Bedeutungsvolles zu machen, finden Sie nicht?
Machen Sie sich bewusst, um was es hier wirklich geht; nutzen Sie jeden einzelnen Augenblick, um aus Ihrem Leben ein Kunstwerk zu machen, ein Meisterwerk, mit dem Sie einen echten Unterschied machen. Denn Sie haben nur dieses eine kostbare Leben
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Bitte verzeihen Sie, wenn ich jetzt meinen Frust hier ablade. Es geht nicht gegen Sie.
Die Worte, wie Sie hier schreiben, kann nur jemand schreiben, der halbwegs mit sich und seinem Leben im Reinen ist.
Steckt man allerdings in haufenweise Verstrickungen, die für zwar nicht ewig anhalten werden, aber für das Jetzt unabänderbar sind, sind solche Worte wenig Hoffnung bringend.
Wenn man so frustiert ist wie ich, dann hat man nur Zynismus für diese Worte über. Sie klingen dann einfach nur naiv und kindlich.
Mag sein, dass eine solche Haltung das A und O ist (Seit wie die Kinder, dann werdet ihr ins Himmelreich eingehen.), aber was nützt es mir?
Mir zeigt es wieder nun einmal, dass es viele Menschen um mich herum gibt, die solche Gefühle fast garnicht kennen, oder sie schon überwunden haben.
Es ist so viel Mist in meinem Leben passiert, dass ich das Jetzt nicht so gestalten kann, wie es andere meiner Altersklasse schaffen.
Nun hängt meine zweite Ehe auf der Kippe und ich bin mittlerweile so gefrustet, dass ich wirklich am liebsten alles eskalieren lassen möchte. Ich habe keinen Hoffnung mehr, dass sich da was tut. Schließlich kann ich das nicht alles alleine schaffen. Da müsste mein Mann schon was beitragen. Er blickt es aber einfach nicht. Statt sich an unserem Familienleben zu beteiligen, zieht er es ständig vor am Laptop zu sitzen, Zeitung zu lesen, Papiere zu sortieren, in der Badewann zu liegen und beim Frühstück schlechte Stimmung zu verbreiten, weil er nicht versteht, dass die Kinder und ich auch mal gemütlich sein wollen. Das ist unser Wochenende. Zusammenleben mit einem Workoholik, der nicht in der Lage ist, Familienleben zu gestalten. Die Bedürfnisse der Kinder und mir erkennen und anzuerkennen. Der nicht einen Finger im Haus krumm macht, auch nicht beim Handwerken, wenn ich nicht mehr weiterweiß.
Man hofft immer wieder, doch auch ist irgendwann die Hoffnung verbraucht und man wird so unendlich müde. Ich bin ein sehr stark fühlender Mensch, der vom Gefühl so stark eingenommen wird, dass sein ganzes Wesen danach lebt. Ich leide demnach auch körperlich und bin ständig im Gedanken an dieses Ungleichgewicht. Was ich dagegen mache? Ich baue Schutzwälle, die mein sensibles Gemüt schützen sollen und muss immer so viel Kraft ins Bauen dieser Wälle investieren, dass woanders Kraft fehlt. Meine Lust soziale Kontakte zu pflegen, lässt rapide nach, ich habe solche starken Rückenschmerzen, dass ich meinen Alltag nur schwer schaffe. Nachdem ich oft an der Grenze zur Überforderung gelaufen bin, habe ich angefangen mein Leben auf wie wichtigsten Kerninhalte zu reduzieren: Meine Kinder, mein Studium, mein Haushalt...that was it...
Ich komme in jedem Punkt zu kurz und habe auch keinen Kraft, mich um mich zu kümmern, weil ich alle Kraft für die Aufrechterhaltung meines Alltages verbrauche.
Oft fühle ich mich bleiern und habe starkt Kopfschmerzen und einen Knoten im Herzen. Ich bin zwar nicht dick, aber fresse alles in mich hinein. Am liebsten weiße Brötchen mit Erdnussbutter u.ä.und davon viel.
Ich stecke in Semeseter vor meinem Diplom und fühle mich damit so beansprucht, dass ich im Moment keine großen Veränderungen angehen kann, weil ich nicht absehen kann, was sie für mich bedeuten. Werden sie Erleichterung schaffen, oder die totale Belastung bedeuten?
Wenn ich daran denke, dass ich hier ausziehen muss...aus dem Haus, dass ich hasse und doch nicht hasse....Die ganze Arbeit, die Ungewissheit, wo man bleiben wird. Die Kraft die man braucht, dass die Kinder die Veränderung gut überstehen. Nein, dazu habe ich zur Zeit keine Kraft. Ich muss erstmal das Studium beenden, arbeiten gehen...
Das habe ich meinem Mann so noch nicht gesagt, weil ich seine Reaktion nicht verkraften würde. Er würde wahrscheinlich ausziehen und das würde dann auch wieder so viel bedeuten. Ich weiß, dass es nicht gut ist, ihm das nicht so deutlich zu sagen....Wenn ich nur mehr Kraft hätte. Wir streiten wenig, wir gehen uns aus dem Weg und wenn wir uns streiten, dann sprühen wir Gift. So, jetzt will meine Tochter mit mir spielen...Sie soll nicht mitbekommen, wie es um mich steht und das kriegt sie auch nicht, weil ich mich im Unglücklichsein eingrichtet habe...ich bin leidensfähig...